Abfall vermeiden
Was kann die Endverbraucherin, was kann der Endverbraucher bewirken?
90 Prozent der Umweltbelastung eines Produktes entstehen bereits in der Produktions- und der Vertriebsphase. Die Umweltbelastungen beim Konsumieren und Entsorgen umfassen dementsprechend noch rund 10 Prozent.Durch getrennte Abfallsammlung und Recycling nehmen Verbraucherinnen und Verbraucher Einfluss auf die letzten 10 Prozent Umweltbelastungen, durch Abfallvermeidung auf die gesamten 100 Prozent.
Wer kann sich das leisten?
Die Umweltkosten eines Konsumproduktes (für die fiktive Reparatur von Umweltbelastungen) haben keine Auswirkungen auf die Höhe des Verkaufspreis eines Produktes. Umweltfreundliche Produktion und umweltfreundliche Kaufentscheidungen können deshalb teuer sein.Die konsequente Kaufentscheidung gegen umweltbelastende (in der Regel billigere) Produkte und für umweltfreundliche (wahrscheinlich teurere) Produkte können sich nur die Wenigsten leisten. Die Kostenlast eines ökologisch akzeptablen Konsums müssen Konsumentinnen und Konsumenten alleine tragen.
Wissen und entscheiden, was geht:
Umweltfreundlicher Konsum um jeden Preis, alternativlose Einschränkung oder krampfhafter Verzicht sind nicht Thema dieser Internetseite.Vielmehr werden hier Beispiele aufgezeigt, wie im Alltag "Abfall vermieden" und "Umweltbelastungen durch Konsum" reduziert werden können. Denn: Die Gesamtzahl der bundesweit täglich getroffenen einzelnen Kaufentscheidungen der Konsumentinnen und Konsumenten haben zusammen genommen große Auswirkungen auf das Abfallaufkommen.
Verzichten aber nicht Einschränken:
Beim täglichen Einkauf zum Beispiel durch den Verzicht auf überflüssige Verpackungen und die Beachtung des Haltbarkeitsdatums. Oder durch Reparieren und Weiterverwenden. Oder durch Tauschen oder Verschenken, damit andere Personen den noch gebrauchsfähigen Gegenstand weiter nutzen können. Oder durch Mieten und Teilen. Oder...
Die Lebensdauer eines Produktes ist ein entscheidender Faktor dafür, wie oft wir dieses Produkt neu kaufen (Beispiele: Handys, Drucker, Elektronikgeräte aller Art). Viele Produkte haben eine von den Produzenten eingebaute (kurze) Lebensdauer, so dass ein schneller Neukauf vorprogrammiert ist. Die Alternative, eine Reparatur, ist in der Regel nur schwer oder gar nicht möglich (keine Ersatzteile, Akkus etc.). Hinterfragen Sie die Gewährleistungszeiten. Informieren Sie sich über die Reparaturfähigkeit in der Zukunft und über Fragen zur Wiederverwendung der zu entsorgenden Altgeräte. Stellen Sie Ansprüche bezüglich nachhaltiger Produktion und vermitteln Sie diese Ansprüche in Beratungsgesprächen den Verkäufer/innen. Treffen Sie Ihre Kaufentscheidung ganzheitlich.
Tipps zur Abfallvermeidung
Wir nennen einige Alternativen:
- Pfand drauf statt Ex und Hopp
- Glas statt unkaputtbar
- Wochenmarkt statt Plastik satt
- Unverpackt statt umverpackt
- Geschenk statt Verpackung
- Altpapier statt blütenweiß
- Essig statt Chemie
- Reparieren statt wegwerfen
- Pumpen statt sprayen
- Natürlich statt Kunststoff
- Frische statt Folie
- Mehrweg statt Einweg
- Taschen statt Tüten
- Hart bleiben statt weich spülen
- Kompost statt Torf
- Eintopf statt Eindose
- Blauer Engel statt Schwarzer Peter
- Fahr mal Rad statt Strafmandat
- Wisch und wasch statt wisch und weg
- Lesen statt kopieren
- Originale statt Kopien
- Alles frisch statt aus der Konserve
- Selber machen statt kaufen
- Kompostieren statt deponieren
- Flohmarkt statt Sperrmüll
- Inhalt statt Verpackung
- Second-Hand statt immer neu
- Großpackung statt viele kleine
- Nachfüllen statt wegschmeißen
- Leihen statt kaufen
- Qualität statt schnell mal neu









