Bodenbörse Kiel
unbelasteten Bodenaushub gezielt neu verwenden
Im Rahmen von Baumaßnahmen bleiben oft Böden und Steine über. Sind diese unbelastet, können sie als Primärrohstoffe wieder in den Wirtschaftskreislauf zurückgeführt werden. Aber: Wie und wohin damit? Dafür haben das Umweltschutzamt der Landeshauptstadt Kiel und der Abfallwirtschaftsbetrieb Kiel einen gemeinsamen Weg gefunden. In einer Kooperation stellt der ABK in der Deponie Schönwohld eine 400 m² große Fläche zur Verfügung, um unbelastete Böden und beispielweise Findlinge zwischenzulagern.
Durch die onlinebasierte Kieler Bodenbörse, die 2023 ins Leben gerufen wurde, können alle Bauherren, Planungsbüros und Entsorgungsunternehmen unbelasteten Bodenaushub kostenlos auf dieser Internet-Plattform zur Vermittlung anbieten.
Was ist die Kieler Bodenbörse und wie funktioniert sie? Sie ist ein Online-Vermittlungsportal, das jedermann / jedefrau uneingeschränkt und kostenfrei nutzen kann. Auf www.bodenboersekiel.de können Anbieter ihren Bodenaushub als Inserat anbieten, während Interessierte mittels Anzeige gezielt nach geeignetem Material für ihre Projekte suchen können. So werden unnötige Abfallmengen vermieden und Gebrauchtes wieder nutzbar gemacht. Das ist in diesem Jahr zum Beispiel mit 3000 m³ Boden für eine Geländemodellierung geschehen. Seit dem Start der Kieler Bodenbörse konnten bereits mehr als 12 000 Tonnen Boden vermittelt werden. Das schont Ressourcen, das Portemonnaie und ist nachhaltig.
Ansprechpartnerin im Bodenmanagement der Landeshauptstadt Kiel ist Annett Hehl, bodenboerse@kiel, oder per Telefon: 0431 / 901 – 5826.
Fotohinweis: LH Kiel/Hehl